- Strecke
- Kristiansund – Krifast (Freifjordtunnelen und Bergsøysundbrua) – Tingvoll – Ålvundeid und Innerdalen – Sunndalsøra – Leikvin – Gjøra und Åmotan – Oppdal (Rv 70, auf einem Stück zusammen mit der E39)
- Länge
- ca. 170 km von Kristiansund bis Oppdal. Die Abstecher kommen hinzu: rund 23 km hin und zurück zum Parkplatz für das Innerdalen und rund 12 km hin und zurück nach Åmotan.
- Fahrzeit
- Rund 3 Stunden ohne Pausen
- Empfohlene Anzahl Tage
- 2–3
- Beste Reisezeit
- Juni–September. Die Museen haben im Sommer geöffnet, und die Hütten im Innerdalen sind ab Mitte Juni bewirtschaftet.
- Schwierigkeitsgrad
- Leicht. Eine gute Hauptstraße auf der ganzen Strecke und keine Fähren. Ein Unterwassertunnel mit steilen Gefällen und Lawinengalerien im Sunndalen mit einer ausgeschilderten Höhe von 4,2 Metern. Die Straße nach Åmotan ist schmal und steil und hat eine Brücke mit 3,7 Metern Höhenbeschränkung.
- Zuletzt geprüft
- Oktober 2026
Warum diese Route?
Die Rv 70 beginnt an der Mole Piren in Kristiansund und endet dort, wo sie in Oppdal auf die E6 trifft. Auf gut 170 Kilometern geht es vom Meer ins Gebirge: zuerst die Klippfischstadt auf ihren Inseln am offenen Ozean, dann Tunnel und Pontonbrücke hinüber aufs Festland, dann die langen Fjorde von Nordmøre und zuletzt das Sunndalen, eng und steil, mit Bergen von bis zu 2.000 Metern auf beiden Seiten.
Es ist eine Route für alle, die gern anhalten. Die Stadt hat zwei Museen am Hafen und eine Bootslinie, die seit 1876 fährt. Tingvoll hat eine Steinkirche von etwa 1200 mit Gängen in den Mauern. Und von Ålvundeid ist es ein kurzer Abstecher ins Innerdalen, Norwegens erstes Landschaftsschutzgebiet, wo Sie parken und die letzte Stunde zu Fuß gehen. Atlanterhavsvegen endet eine halbe Stunde westlich von Kristiansund, die beiden Routen passen also gut zusammen.
Stopps entlang der Route
1. Kristiansund — die Stadt auf vier Inseln
Kristiansund liegt auf Inseln dort, wo die großen Fjorde von Nordmøre aufs Meer treffen. Der Ort wurde 1631 Ladeplatz und 1742 Handelsstadt, und mit der Zeit wurde der Klippfisch zum wichtigsten Gewerbe: gesalzener Kabeljau, auf den blanken Felsen getrocknet. Ab etwa 1850 verschiffte keine norwegische Stadt mehr Klippfisch als Kristiansund. Im April 1940 wurde fast das ganze Zentrum zerbombt. Die Stadt wurde im funktionalistischen Stil wieder aufgebaut, und die Nachkriegsstadt, durch die Sie heute gehen, gilt als eines der am besten erhaltenen Ensembles dieser Art im Land.
Nicht verpassen: Sundbåten, das Hafenboot. Es bringt seit 1876 Menschen zwischen den vier «Ländern» hin und her — Kirkelandet, Innlandet, Nordlandet und Gomalandet —, und die Reederei nennt sich das älteste ununterbrochen betriebene Nahverkehrsunternehmen der Welt. Das Boot fährt werktags, die Fahrt ist kostenlos, und eine ganze Runde dauert etwa 20 Minuten.
Wohnmobil-Tipp: Atlanten Turistsenter im Dalaveien, anderthalb Kilometer vom Zentrum, nimmt Wohnmobile rund um die Uhr ohne Reservierung auf. Er hat 60 Plätze mit Strom und eine eigene Entsorgungsstation. Lassen Sie das Wohnmobil dort stehen und gehen Sie zu Fuß in die Stadt. Byskogen Camping liegt etwas weiter draußen und ist ganzjährig geöffnet. Wenn Sie die Stadt auf der Rv 70 verlassen, passieren Sie zwei Mautstellen, auf der Nordsundbrua und der Omsundet bru (siehe Praktische Infos).
2. Milnbrygga und Mellemværftet — Klippfisch und Holzschiffe
Zwei Abteilungen von Nordmørsmusea liegen am Hafen. Das Norwegische Klippfischmuseum (Norsk klippfiskmuseum) ist in der Milnbrygga untergebracht, einem Speicherhaus mit Außengalerie aus dem 18. Jahrhundert, genauer aus dessen Mitte. Errichtet hat es William Gordon, einer der Pioniere des Klippfischhandels, benannt ist es aber nach einem späteren Besitzer, Walter Miln. Rund um den Speicher liegt der blanke Fels, auf dem der Fisch zum Trocknen ausgelegt wurde, einer der größten im Land. Innen ist die Einrichtung unberührt, und es riecht noch immer nach Salz. 2026 hatte das Museum vom 20. Juni bis 31. August geöffnet, dienstags bis sonntags. Den Rest des Jahres können Sie eine Führung vereinbaren.
Ein Stück entfernt liegt Mellemværftet. Die Werft stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist noch in Betrieb: Handwerker und Freiwillige vom Schiffserhaltungsverein halten Schmiede, Werkstatt und Slipanlagen in Gang, und die Slips nehmen Schiffe bis 90 Fuß auf. Früher bestand die Arbeit darin, die vielen kleinen Segelschiffe Nordmøres seetüchtig zu halten. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und wird als einzige Museumswerft des Landes betrieben.
Nicht verpassen: Ein Rundgang um die Slipanlagen von Mellemværftet. Sie können sich das ganze Jahr frei auf dem Werftgelände bewegen, außer wenn gerade ein Boot aufgeslippt oder zu Wasser gelassen wird.
Wohnmobil-Tipp: Im Sommer fährt Sundbåten werktags auch direkt zum Klippfischmuseum, Sie müssen also am Hafen keinen Parkplatz für das Wohnmobil suchen.
3. Krifast — unter dem Fjord und über die Pontonbrücke
Bis 1992 war Kristiansund auf Fähren angewiesen. Dann wurde Krifast eröffnet, rund 25 Kilometer Tunnel und Brücken, die die Stadt mit dem Festland verbinden. Die Rv 70 führt zuerst durch den Freifjordtunnelen: gut fünf Kilometer unter dem Freifjord, bis 130 Meter unter den Meeresspiegel. Aus dem Tunnel heraus sind Sie auf Bergsøya, und hier verläuft die Rv 70 zusammen mit der E39. Kurz danach fahren Sie über die Bergsøysundbrua, eine 931 Meter lange Pontonbrücke aus Stahl, und weiter über die Straumsundbrua Richtung Tingvoll.
Nicht verpassen: Das Gefühl, über eine Brücke zu fahren, die auf dem Meer schwimmt. Die Bergsøysundbrua wurde im selben Jahr gebaut wie der Tunnel.
Wohnmobil-Tipp: Der Tunnel hat eine offizielle Steigung von 8,8 Prozent. Fahren Sie bergab in einem niedrigen Gang, damit die Bremsen nicht heiß werden, und rechnen Sie mit einer langen Steigung wieder hinauf. Auf Krifast wird keine Maut erhoben.
4. Tingvoll — der «Dom» von Nordmøre
Bei Øydegard verlässt die Rv 70 die E39 und führt weiter nach Tingvoll, ganz innen am Tingvollvågen. Der Name sagt, was der Ort war: Hier wurde das Thing für Nordmøre abgehalten. Die Kirche wurde irgendwann nach 1150 begonnen, und um 1200 war sie fertig. Sie war die Hauptkirche des ganzen mittelalterlichen Nordmøre und ist ungewöhnlich groß. Ecken und Fensterrahmen sind aus weißem Marmor. In den Mauern verlaufen schmale Gänge rund um den Kirchenraum, etwas, das in keiner anderen Kirche Norwegens erhalten ist. Hinter dem Altar sitzt eine Runeninschrift, in der der Bauherr erzählt, dass er Gunnar hieß.
Nicht verpassen: Der Chorbogen, elf Meter hoch und spitz. Er gibt dem Kirchenraum eine Höhe, die man von außen nicht erwartet.
Wohnmobil-Tipp: Die Kirche steht beim alten Pfarrhof, etwa einen Kilometer westlich des Zentrums. Wer hinein möchte, fragt vorher beim Kirchenbüro nach den Öffnungszeiten. Tingvoll Camping hat Wohnmobilplätze und liegt so nah am Zentrum, dass Sie zu Fuß gehen können. Der Platz ist seit 1961 in Familienhand. In Tingvoll gibt es eine Tankstelle und in Meisingset, rund elf Kilometer weiter, einen Tankautomaten.
5. Ålvundeid und Innerdalen — das letzte Stück zu Fuß
Von Tingvoll folgt die Rv 70 den Fjorden ins Landesinnere über Meisingset. In Ålvundeid, rund 37 Kilometer von Tingvoll und zwölf Kilometer vor Sunndalsøra, ist das Innerdalen ausgeschildert. Kein Tal in Norwegen wurde vor diesem als Landschaft geschützt, und es gilt als eines der schönsten Gebirgstäler des Landes. Über den Almwiesen ragt der Innerdalstårnet wie ein spitzer Kegel auf, 1.452 Meter hoch, und der Skarfjellet, der andere bekannte Gipfel des Tals, ist über 300 Meter höher.
Sie fahren 10–12 Kilometer auf einer kleinen asphaltierten Straße durch das Viromdalen bis zum Parkplatz in Nerdalen. Von dort gehen Sie 3,5 Kilometer auf einem stellenweise steilen Schotterweg zu den Almen. Rechnen Sie mit etwa einer Stunde pro Richtung. Im Tal gibt es zwei Unterkünfte: die private Renndølsetra und die Hütte Innerdalshytta des Wandervereins. 2026 war die Innerdalshytta vom 19. Juni bis Mitte September bewirtschaftet, sonst Selbstversorgerhütte. Prüfen Sie die Öffnungszeiten auf ut.no, bevor Sie losgehen.
Nicht verpassen: Der Innerdalsvatnet, in dem sich an einem stillen Abend der Innerdalstårnet spiegelt.
Wohnmobil-Tipp: Die Straße nach Nerdalen ist eine Gemeindestraße und laut der Straßendatenbank der Straßenbehörde für Fahrzeuge bis 19,5 Meter freigegeben, aber sie ist klein, nutzen Sie also die Ausweichstellen. Der Parkplatz ist groß, kann an schönen Sommertagen aber voll werden: Die Gemeinde schreibt selbst, dass zeitweise großer Andrang herrscht. Folgen Sie den Schildern zur Bezahlung. Wir haben keine Regeln gefunden, die das Übernachten hier erlauben (Oktober 2026), planen Sie also die Nacht in Sunndalsøra.
6. Sunndalsøra — wo die Driva auf den Fjord trifft
Weiter Richtung Sunndalsøra führt die Rv 70 durch den Oppdølsstrandtunnelen, 7,6 Kilometer lang und fast eben. Sunndalsøra liegt ganz innen am Sunndalsfjord, wo der Lachsfluss Driva mündet. Der Ort ist um das Aluminiumwerk von Hydro gewachsen, und das Werk macht den Hafen zum zweitgrößten Exporthafen der Provinz.
Von Sunndalsøra führt der Aursjøvegen das Litldalen hinauf, über das Gebirge am Aursjøen vorbei und das Eikesdalen hinunter. Er ist spektakulär, aber nichts für größere Wohnmobile, und Fjord Norway rät auch mit Wohnwagen davon ab. Mehrere Abschnitte sind schmale Schotterstraße in sehr steilem Gelände, stellenweise ohne Leitplanken, und am Hang hinunter Richtung Eikesdalen liegt ein spiralförmiger Tunnel ganz ohne Beleuchtung. Er ist mautpflichtig mit Bezahlung über passpay.no und in der Regel von etwa dem 1. Juni bis zum ersten Schnee im Oktober geöffnet.
Nicht verpassen: Ein Abendspaziergang an der Driva entlang, durch das Zentrum und hinunter zum Fjord.
Wohnmobil-Tipp: Der Wohnmobilstellplatz im Industrivegen 48, beim Gelände des Sunndal JFF und in Gehweite zum Zentrum, hat Platz für acht Wohnmobile, mit Strom und Toilette. Er kostet Gebühr und kann nicht reserviert werden. Gleich daneben, auf Håsøran an der Driva bru, liegt die öffentliche Entsorgungsstation, die alle nutzen können. Der Bootsverein Sunndal småbåtlag hat außerdem Wohnmobilplätze am Kleinboothafen. Sunndalsøra hat mehrere Tankstellen — tanken Sie hier.
7. Leikvin — die Lachslords im Sunndalen
Hundert Jahre lang, ab etwa 1850, kamen britische Lachslords nach Nordmøre zum Fischen. Das Bygdemuseet Leikvin in Grøa, rund acht Kilometer talaufwärts, erzählt ihre Geschichte, vor allem die von Barbara Arbuthnott, von der man im Tal noch heute erzählt. Das Museum ist ein Freilichtmuseum mit alten Häusern und Ausstellungen zur Geschichte von Sunndal. 2026 hatte es vom 19. Juni bis 15. August an vier Tagen pro Woche geöffnet, sonst auf Anfrage.
Nicht verpassen: Der Kulturdenkmalpark rund um das Museum, das ganze Jahr offen und kostenlos. Der Garten von Etelbert Lort-Phillips ist nach britischem Vorbild angelegt, und von dort führt ein Pfad hinunter nach Løykja. Das Gräberfeld dort gehört zu den größten aus der Eisenzeit in Norwegen.
8. Gjøra und Åmotan — wo die Flüsse zusammentreffen
Weiter das Sunndalen hinauf wird das Tal enger. Die Straße führt unter mehreren Lawinengalerien hindurch, und zu beiden Seiten steigen die Berge auf 1.500–2.000 Meter an. In Gjøra, rund 27 Kilometer von Leikvin, biegen Sie nach Åmotan ab, einer Schlucht, in der Flüsse aus sechs Tälern zusammenkommen, am Eingang zum Nationalpark Dovrefjell-Sunndalsfjella. Drei von ihnen stürzen in die Schlucht. Der Svøufallet hat einen freien Fall von 156 Metern, der Lindalsfallet von 110. Zur Schneeschmelze ist das ein gewaltiger Anblick.
Nicht verpassen: Der Blick vom Parkplatz in Svisdalen, direkt über dem Svøufallet. Den Lindalsfallet sehen Sie von Ørnsnydda auf der Jenstad-Seite, ein gutes Stück zu Fuß vom Parkplatz. Karten der Wege gibt es am Parkplatz und bei Sunndalsporten.
Wohnmobil-Tipp: Die Fv 6142 nach Åmotan ist praktisch einspurig mit Ausweichstellen und nur für Fahrzeuge bis 12,4 Meter freigegeben. Gleich nach der Abzweigung von der Rv 70 überquert sie die Driva auf der Nisjabrua, einer Stahlbrücke mit Streben über der Fahrbahn, ausgeschildert mit 3,7 Metern. Prüfen Sie die Höhe Ihres Wohnmobils, bevor Sie abbiegen. Beide Parkplätze liegen hoch am Hang, 5–7 Kilometer weit drinnen: Die Nebenstraße hinauf nach Jenstad steigt rund 200 Höhenmeter auf zwei Kilometern, und die Fv 6142 hinauf nach Svisdalen ist genauso steil. Ist Ihr Wohnmobil groß oder sind Sie unsicher, lassen Sie es auf Gjøra Camping stehen und gehen oder radeln Sie hinein. Gjøra Camping liegt etwa einen Kilometer weit drinnen, gleich hinter der Brücke, und nimmt Wohnmobile auf. Bei Sunndalsporten in Gjøra gibt es einen Laden und eine YX-Tankstelle.
9. Oppdal — wo die Rv 70 auf die E6 trifft
Auf den letzten 35 Kilometern öffnet sich das Tal Richtung Oppdal, mit Trollheimen im Norden und Dovrefjell im Süden. Im Zentrum trifft die Rv 70 auf die E6. Gleich südlich der Kirche von 1651 liegt Vang, mit rund 750 Grabhügeln an einem Ort. Im Freilichtmuseum mitten im Ort stehen alte Hofgebäude, und eine der Ausstellungen handelt vom Skifahren.
Wohnmobil-Tipp: Trollheimsporten Turistsenter liegt an der Rv 70 in Festa, 13 Kilometer vor dem Zentrum von Oppdal. Er ist ganzjährig geöffnet und hat über 200 Plätze mit Strom für Wohnwagen und Wohnmobile, 150 davon feste Saisonplätze. Es gibt eine Entsorgung für Chemietoiletten. In Oppdal gibt es mehrere Tankstellen.
Praktische Infos für Wohnmobile
Straßen: Die Rv 70 ist auf der ganzen Strecke von Kristiansund bis Oppdal für Fahrzeuge bis 19,5 Meter und schwere Fahrzeuge (Bk10/50 Tonnen) freigegeben (Straßendatenbank der Straßenbehörde), und dasselbe gilt für die E39 über Krifast. Der Asphalt ist meist 6,5–9 Meter breit. Die niedrigste ausgeschilderte Höhe beträgt 4,2 Meter, in den Lawinengalerien bei Klinghammaren und Flatvadurin im Sunndalen. Der Gyltunnelen bei Tingvoll ist mit 4,3 Metern ausgeschildert. Der Freifjordtunnelen ist ein Unterwassertunnel mit 8,8 Prozent Steigung, und der Oppdølsstrandtunnelen ist 7,6 Kilometer lang. Die Route quert keine Gebirgspässe, aber durch das Sunndalen führt die Straße unter Lawinengalerien hindurch. Prüfen Sie vor der Fahrt die Verkehrsmeldungen auf vegvesen.no, besonders im Winter. Die Nebenstraßen sind schmaler: Der Virumdalsvegen ins Innerdalen ist für 19,5 Meter lange Fahrzeuge freigegeben, die Fv 6142 nach Åmotan ist dagegen praktisch einspurig, nur für 12,4 Meter freigegeben, hat eine Brücke mit 3,7 Metern Höhenbeschränkung und steile Anstiege (rund 10 Prozent) zu beiden Parkplätzen. Vom Aursjøvegen wird für größere Wohnmobile abgeraten.
Maut: Seit dem 1. Juni 2026 hat Bypakke Kristiansund zwei AutoPASS-Mautstellen an der Rv 70 in der Stadt, auf der Nordsundbrua und der Omsundet bru. Ohne Vertrag kostet eine Durchfahrt 34 NOK für Fahrzeuge bis 3.500 kg und 68 NOK für schwerere (Vegamot, 2026). Wer einen AutoPASS-Vertrag und einen Transponder hat, zahlt mit einem Wohnmobil über 3.500 kg, das in der Fahrzeugklasse M1 zugelassen ist, den Tarif für leichte Fahrzeuge. Das Paket hat eine Stundenregel: Wer innerhalb von 60 Minuten mehrmals durchfährt, zahlt nur eine Durchfahrt. Die übrige Rv 70 und Krifast sind mautfrei. Der Aursjøvegen ist mautpflichtig, teils auf privatem Grund, mit Bezahlung über passpay.no.
Parken: In Kristiansund ist es am einfachsten, das Wohnmobil auf dem Campingplatz zu lassen und zu Fuß oder mit Sundbåten zum Hafen zu fahren. Für das Innerdalen parken Sie in Nerdalen und gehen den Rest. In Sunndalsøra gibt es einen eigenen Wohnmobilstellplatz im Industrivegen. Parken Sie nie in Ausweichstellen, und schon gar nicht auf den schmalen Straßen ins Innerdalen und nach Åmotan.
Übernachten: Das Jedermannsrecht erlaubt das Zelten, nicht das Abstellen eines Wohnmobils an beliebiger Stelle. Wenn Sie außerhalb der Campingplätze stehen, nutzen Sie öffentliche Plätze, an denen kein Schild es verbietet, und nie privaten Grund ohne Erlaubnis. Wir haben keine Regeln gefunden, die das Übernachten auf dem Parkplatz in Nerdalen erlauben. In allen größeren Orten entlang der Route gibt es Campingplätze oder Wohnmobilstellplätze.
Campingplätze:
- Atlanten Turistsenter, Kristiansund — Drop-in rund um die Uhr, 60 Plätze mit Strom, Entsorgungsstation
- Byskogen Camping, Kristiansund — ganzjährig geöffnet, Plätze für Wohnmobile und Wohnwagen
- Tingvoll Camping, Tingvoll — Wohnmobilplätze, zu Fuß ins Zentrum
- Der Wohnmobilstellplatz im Industrivegen, Sunndalsøra — acht Plätze, Strom, Entsorgungsstation nebenan
- Die Wohnmobilplätze am Kleinboothafen, Sunndalsøra — betrieben von Sunndal småbåtlag
- Gjøra Camping, Gjøra — Wohnmobile, Wohnwagen, Zelte und Hütten, einen Kilometer weit an der Fv 6142, hinter der Nisjabrua (3,7 Meter)
- Trollheimsporten Turistsenter, Festa in Oppdal — ganzjährig geöffnet, an der Rv 70
Tanken: Kristiansund und Sunndalsøra haben mehrere Tankstellen. Tingvoll hat eine, und es gibt einen Tankautomaten in Meisingset und eine Lkw-Tankstelle bei Øydegard. Zwischen Sunndalsøra und Oppdal gibt es nur YX bei Sunndalsporten in Gjøra und Driv kurz vor Oppdal, tanken Sie also in Sunndalsøra. Oppdal hat mehrere Tankstellen.
Entsorgung: Atlanten Turistsenter in Kristiansund hat eine Entsorgungsstation. In Sunndalsøra gibt es eine öffentliche Entsorgungsstation auf Håsøran an der Driva bru, neben dem Wohnmobilstellplatz. Trollheimsporten hat eine Entsorgung für Chemietoiletten.
Fähren: Keine Fähren. Krifast hat 1992 die Fähre nach Kristiansund ersetzt.
Kombinieren mit
- Atlanterhavsvegen — diese Route endet in Kårvåg auf Averøy, rund 30 km von Kristiansund durch den Unterwassertunnel Atlanterhavstunnelen, der Steigungen bis 10 Prozent hat. Fahren Sie sie vor oder nach dieser Route rückwärts von Kårvåg Richtung Bud.
- Trondheim – Røros — von Oppdal führt die E6 nach Norden bis Støren, rund 67 km, wo jene Route die E6 verlässt und dem Gauldalen Richtung Røros folgt.
- Dovrefjell und Romsdalen — von Oppdal führt die E6 nach Süden über das Dovrefjell bis Hjerkinn, rund 48 km, und weiter nach Dombås.
- Hitra und Frøya — von Kristiansund sind es rund 190 km an der Küste entlang durch Aure und Hemne bis Sandstad auf Hitra, mit der Fähre Tømmervåg–Seivika.
Das Wetter
In Sunndalsøra ist der Juli am wärmsten, mit einem Normalwert von rund 15 Grad, und der Februar am kältesten mit rund 1 Grad. Der Mai ist der trockenste Monat und der Dezember der nasseste, und den ganzen Herbst hindurch regnet es gleichmäßig. Prüfen Sie yr.no für Kristiansund, Sunndalsøra und Oppdal.
Diese Route gehört zu Bobilveis handverlesenen Wohnmobilrouten in Norwegen. Alle Routen sind qualitätsgeprüft, mit Blick auf Wohnmobiltauglichkeit, Parkmöglichkeiten und Erlebnisse vor Ort.


