- Strecke
- Svolvær – Å i Lofoten (E10, Norwegische Landschaftsroute Lofoten)
- Länge
- ca. 190 km mit den Abstechern (E10 allein: rund 130 km)
- Fahrzeit
- Rund 4 Stunden ohne Stopps, dazu Wartezeit am Nappstraumtunnelen
- Empfohlene Anzahl Tage
- 5–7
- Beste Reisezeit
- Juni–August (Mitternachtssonne von Ende Mai bis Mitte Juli), September–März für Nordlichter
- Schwierigkeitsgrad
- Mittel. Schmale Brücken und Nebenstraßen, viele Tunnel. Erfordert Geduld und langsames Tempo.
- Zuletzt geprüft
- Oktober 2026
Warum diese Route?
Lofoten steht auf unzähligen Wunschlisten — und erfüllt die Erwartungen. Steile Berge direkt aus dem Meer, schneeweiße Strände mit türkisfarbenem Wasser, reizvolle Fischerdörfer mit Fischerhütten aus dem 19. Jahrhundert. Im Wohnmobil haben Sie die Freiheit, dort anzuhalten, wo es Ihnen gefällt, mit Bergen vor dem Fenster aufzuwachen und den Tag auf sich zukommen zu lassen.
Die E10 durch Lofoten ist eine Norwegische Landschaftsroute und verbindet die ganze Inselkette. Ein guter Rat: Fahren Sie nicht einfach durch. Planen Sie mindestens fünf Tage ein. Die besten Erlebnisse verbergen sich an den Abstechern.
Stopps entlang der Route
1. Svolvær — das Tor zu Lofoten
Lofotens „Hauptstadt“ mit lebhaftem Hafen, Galerien und Restaurants. Ein guter Ausgangspunkt, um Vorräte einzukaufen, bevor Sie nach Westen fahren.
Nicht verpassen: Lofoten Krigsminnemuseum im Zentrum und Svolværgeita — den Gipfel mit zwei „Hörnern“ auf dem Berg über der Stadt.
Wohnmobil-Tipp: Tanken Sie hier voll und entleeren Sie die Toilette. Lyngvær Lofoten Bobilcamping liegt zwanzig Kilometer westlich an der E10, kurz hinter der Abzweigung nach Henningsvær.
2. Kabelvåg — Lofotens ältestes Fischerdorf
Sechs Kilometer westlich von Svolvær. Gleich außerhalb des Zentrums, in Storvågan, lag die mittelalterliche Stadt Vágar.
Nicht verpassen: SKREI in Storvågan, offiziell im September 2026 eröffnet: Lofotmuseet, Lofotakvariet, Galleri Espolin und ein neues Ausstellungsgebäude mit einer Eintrittskarte.
Wohnmobil-Tipp: Kabelvåg Feriehus & Camping, einen Kilometer vom Zentrum entfernt, ist ganzjährig geöffnet und hat eine eigene Entsorgungsstation.
3. Henningsvær — Lofotens Venedig
Ein Fischerdorf wie aus dem Bilderbuch, auf mehreren kleinen, durch Brücken verbundenen Inseln erbaut. Kunst, Galerien, Cafés und der berühmte Fußballplatz auf der Insel.
Nicht verpassen: Trevarefabrikken — eine ehemalige Holzverarbeitungsfabrik von 1948, heute mit Hotel, Café und Restaurant.
Wohnmobil-Tipp: Beide Zufahrtsbrücken sind ampelgeregelt, und die letzte hat nur drei Meter Fahrbahnbreite. Parken Sie auf dem kostenpflichtigen Platz auf Engøya zwischen den Brücken und gehen Sie die 1,5 Kilometer hinein. Im Juli kann es voll werden.
4. Lofotr Vikingmuseum — der Häuptlingshof in Borg
Ein rekonstruiertes Häuptlingshaus aus der Wikingerzeit, 83 Meter lang. Das Original wurde in den 1980er-Jahren ausgegraben; kein bekanntes Gebäude aus der Wikingerzeit ist größer. Interaktiv und besonders schön für Kinder. Im Winter sind die Öffnungszeiten kurz.
5. Leknes
Lofotens Einkaufszentrum. Praktischer Halt für Kraftstoff und Lebensmittel, die Entsorgungsstation liegt an der E10 direkt östlich der Stadt. Von hier sind es rund zehn Kilometer bis Hauklandstranda.
6. Hauklandstranda und Utakleiv
Zwei der spektakulärsten Strände Norwegens, nur durch einen Berg getrennt. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand, Berge ringsum. Utakleiv ist ein klassischer Ort für Nordlichtfotos.
Wohnmobil-Tipp: Folgen Sie den Schildern nach „Uttakleiv“. Die Straße hat nur rund vier Meter Asphalt — nutzen Sie die Ausweichstellen, auch im schmalen Tunnel nach Utakleiv (ausgeschilderte Höhe 4,5 Meter). Haukland hat neun kostenpflichtige Wohnmobilplätze; die untere Parkebene hat eine Höhenbegrenzung.
7. Nusfjord
Nur wenige Fischerdörfer auf Lofoten sind so gut erhalten. Die meisten Gebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert. Enge Gassen zwischen gelben und roten Fischerhütten. Still und authentisch — das alte Lofoten.
Wohnmobil-Tipp: Die Zufahrt von der E10 hat auf sechs Kilometern nur 4,6 Meter Asphalt. Parken Sie auf dem Parkplatz und gehen Sie hinein.
8. Reine
Das Postkartenmotiv. Die Berge spiegeln sich im Fjord, rote Fischerhütten am Wasser. Viele halten dies für den schönsten Ort Norwegens. Kurz davor liegt Hamnøy mit Fischerhütten auf den glatten Küstenfelsen.
Nicht verpassen: Reinebringen — knapp 2.000 Treppenstufen hinauf auf 484 Meter, rund zwei Kilometer hin und zurück. Steil, aber lohnend. Im Winterhalbjahr wird davon abgeraten.
Wohnmobil-Tipp: Kurz vor Reine hat die E10 zwei lange einspurige Brücken mit Ampeln — warten Sie auf Grün. Ganz Reine ist eine Parkverbotszone außerhalb ausgeschilderter Plätze; nutzen Sie Reine ytre havn. Die Campingplätze in Ramberg sind eine halbe Stunde entfernt.
9. Å i Lofoten — der Endpunkt
Hier endet die Straße, ganz wörtlich. Å ist ein lebendiges Museum — Stockfischproduktion, Bäckerei, Fischerhütten und eine Atmosphäre, die Sie 100 Jahre zurückversetzt.
Nicht verpassen: Norsk Fiskeværsmuseum und die Bäckerei von 1844 mit Zimtschnecken.
Wohnmobil-Tipp: Parken Sie auf dem großen Platz am Ende der E10, direkt hinter dem Tunnel. Moskenes Camping liegt am Fähranleger in Moskenes, fünf Kilometer zurück.
Praktische Infos für Wohnmobile
Straßen: E10 und Nebenstraßen lassen Fahrzeugkombinationen von 19,5 Metern zu, die niedrigste ausgeschilderte Höhe auf der E10 beträgt 4,2 Meter im Rørvikskaret-tunnelen (Straßendatenbank von Statens vegvesen). Die Breite ist die Herausforderung — ein Wohnmobil kann 2,60 Meter breit sein. Selbst die E10 hat Engstellen: eine Behelfsbrücke mit 3,8 Metern lichter Breite bei Knutstad auf Vestvågøy, zwei alte Brücken mit gut vier Metern an der Abzweigung nach Nusfjord und zwei einspurige Brücken bei Reine. Die Nebenstraßen haben nur 4–4,6 Meter Asphalt: Nutzen Sie die Ausweichstellen.
Der steile Unterseetunnel Nappstraumtunnelen zwischen Vestvågøy und Flakstad wird bis Dezember 2027 umgebaut. Nachts ist er mit einer Durchlassmöglichkeit gesperrt, tagsüber fährt der Verkehr ein- oder zweimal pro Stunde in Kolonne hinter einem Begleitfahrzeug, ausgenommen 15. Juli–15. August. Prüfen Sie die Zeiten auf vegvesen.no.
Parken: Lofotens Freiluftverordnung verbietet Wohnmobilen auf einigen Parkplätzen den Aufenthalt zwischen 24 und 6 Uhr — in Vågan in Rørvika, auf Kalle, bei Stranda unterhalb des Bergs und entlang Lille Kongsvatn. Viele Parkplätze sind kostenpflichtig. Parken Sie nie in Ausweichstellen.
Übernachten: Nutzen Sie Campingplätze, wenn möglich. Wo Parken erlaubt ist, dürfen Sie in der Regel auch im Wohnmobil schlafen — beachten Sie die Schilder. Auf Rastplätzen und unbewirtschaftetem Land bittet Visit Lofoten um 150 Meter Abstand zu Häusern und Hütten sowie vier Meter zwischen den Fahrzeugen. Fahren Sie nie ins Gelände.
Campingplätze:
- Lyngvær Lofoten Bobilcamping — an der E10 westlich von Svolvær, nur ohne Reservierung
- Kabelvåg Feriehus & Camping — bei Kabelvåg, ganzjährig geöffnet
- Lofoten Beach Camp — am Strand in Flakstad nahe Ramberg, Februar–Oktober
- Ramberg Resort (früher Ramberg Gjestegård) — an Rambergstranda, Mai–September
- Moskenes Camping — am Fähranleger in Moskenes, Wohnmobilplätze reservierbar
Tanken: Svolvær und Leknes haben mehrere Tankstellen. Westlich von Leknes liegen Tankstellen entlang der E10 in Ramberg und Reine. Tanken Sie in Leknes voll.
Entsorgung: Nicht in den Toiletten entlang der Landschaftsroute. Nasjonale turistveger verweist auf Entsorgungsstationen in Svolvær, Lyngvær, Torvdalshalsen, Leknes, Ramberg, Hamnøy und Reine.
Fähren: Sie brauchen keine Fähre — die E10 führt durchgehend von der E6 bei Bjerkvik. Mit dem Schiff:
- Bodø–Moskenes — ca. 3 Std. 15 Min. direkt, länger bei Zwischenstopps in Værøy und/oder Røst. Die einzige hier reservierbare Verbindung, und nur für einen Teil der Plätze: Im Sommer frühzeitig auf torghatten.no buchen.
- Skutvik–Svolvær — nur im Sommer, nicht reservierbar: Kommen Sie im Juli früh.
- Fiskebøl–Melbu — ca. 25 Min., Richtung Vesterålen.
Kombinieren mit
- Vesterålen und Andøya — von Svolvær nordwärts weiterfahren. Walsafari ab Andenes, Strand bei Bleik, ruhiger als Lofoten.
- Helgelandskysten — südwärts entlang der Küste mit Fährstrecken und Torghatten.
- Hurtigruten — die Schiffe nehmen nur Fahrzeuge unter 2,3 Metern Höhe mit, die meisten Wohnmobile können daher nicht an Bord.
- Saltfjellet und der Polarkreis — E6 von Bodø südwärts über Saltfjellet nach Mo i Rana, rund 230 km.
Das Wetter
Das Meer macht Lofoten im Winter milder, als es der Breitengrad vermuten lässt, doch im Sommer ist es selten warm. Im Juli liegt das Tagesmittel um 12–13 Grad, und Regen kann jederzeit kommen, am meisten im Herbst. Der Winter bringt Nordlichter, aber schwierige Fahrbedingungen. Prüfen Sie yr.no für Svolvær/Leknes/Reine.
Diese Route gehört zu Bobilveis handverlesenen Wohnmobilrouten in Norwegen. Alle Routen sind qualitätsgeprüft, mit Blick auf Wohnmobiltauglichkeit, Parkmöglichkeiten und Erlebnisse vor Ort.




