- Strecke
- Brønnøysund – Bodø (Fv17 Kystriksveien, Norwegische Landschaftsroute Helgelandskysten)
- Länge
- ca. 400 km Straße und rund 50 km mit Fähren (fünf Überfahrten), dazu knapp 30 km hin und zurück nach Torghatten
- Fahrzeit
- 7–9 Stunden am Steuer und rund 3 Stunden auf Fähren, dazu Wartezeit
- Empfohlene Anzahl Tage
- 5–7
- Beste Reisezeit
- Juni–August. Die Straße ist ganzjährig offen, doch das Schiff zum Engabreen fährt nur im Sommer; mehrere Rastplatztoiletten schließen im Winter.
- Schwierigkeitsgrad
- Mittel. Keine hohen Bergpässe, aber schmale Abschnitte, lange Tunnel und fünf Fähren, die in den Tagesplan passen müssen.
- Zuletzt geprüft
- Oktober 2026
Warum diese Route?
Auf Kystriksveien bestimmt das Meer das Tempo. Sie fahren eine Stunde, warten dann am Kai auf die Fähre — nach ein paar Tagen schauen Sie nicht mehr auf die Uhr. Zwischen den Überfahrten liegen Inselchen, weiße Strände und Berge, die direkt aus dem Meer aufragen.
Fast die ganze Strecke ist Norwegische Landschaftsroute Helgelandskysten; auf einer Fährfahrt überqueren Sie den Polarkreis. Es dauert länger als auf der E6. Genau darum geht es. Im Wohnmobil haben Sie die Küche dabei, und das Warten am Kai wird zur Kaffeepause mit Aussicht.
Stopps entlang der Route
1. Torghatten und Brønnøysund — der Berg mit dem Loch
Südwestlich von Brønnøysund steht Torghatten mit einem Loch quer durch den Berg, rund 160 Meter lang und 35 Meter hoch. Der Weg führt auf Steintreppen durch Birkenwald — rechnen Sie mit knapp einer halben Stunde Aufstieg. Brønnøy rät im Winterhalbjahr und bei starkem Regen vom Gang durch das Loch ab.
Nicht verpassen: Trælvikosen direkt nördlich von Brønnøysund, wo eine Steinreihe über den sandigen Meeresboden führt. Kommen Sie bei Ebbe.
Wohnmobil-Tipp: Der große Parkplatz bei Torghatten hat Busplätze; der Campingplatz liegt daneben. Tanken Sie vor den Fähren in Brønnøysund und entleeren Sie die Toilette und den Grauwassertank.
2. Tjøtta — zwei Fähren und ein stiller Gedenkort
Nun beginnen die Fähren: kurz von Horn nach Andalsvåg, dann durch Vevelstad nach Forvik und rund eine Stunde nach Tjøtta. Hier liegen zwei Kriegsgräberstätten nebeneinander, mit Gräbern mehrerer Tausend sowjetischer Kriegsgefangener und von über tausend Opfern der Versenkung des Gefangenenschiffs Rigel 1944 in der Nähe.
Nicht verpassen: Mit einem zusätzlichen Tag nehmen Sie die Fähre zu den Welterbeinseln Vega.
Wohnmobil-Tipp: Zwischen Abfahrten ab Forvik können ein paar Stunden liegen — Fahrpläne auf reisnordland.no prüfen.
3. Alstahaug und De syv søstre
Ein kurzer Abstecher führt nach Alstahaug, wo Petter Dass-museet neben der mittelalterlichen Kirche und dem alten Pfarrhaus liegt. Südlich von Sandnessjøen stehen De syv søstre, sieben Gipfel nebeneinander. Der höchste, Botnkrona, ist 1.072 Meter hoch; alle haben markierte Wege.
Wohnmobil-Tipp: Offersøy Camping liegt am Meer zwischen Tjøtta und Sandnessjøen. Sandnessjøen hat Kraftstoff und Entsorgung.
4. Nesna, Sjonfjellet und Hellåga
Levang–Nesna dauert rund 25 Minuten. Dann führt die Straße über Sjonfjellet, den höchsten Punkt der Route mit Blick auf Meer und Lovund, und zum Fjord Sjona hinunter. Bei Hellåga führen Treppen von einem wellenförmigen Servicegebäude ans Wasser — ein schöner Mittagshalt.
Nicht verpassen: Grønsvik kystfort etwas nördlicher, eine deutsche Küstenbatterie von 1942 mit Blick auf die Inseln.
Wohnmobil-Tipp: Der Rastplatz auf Sjonfjellet hat nur drei Wohnmobilplätze. Hellåga hat eine eigene Entsorgungsstation — entsorgen Sie hier vor den weiteren Fähren nordwärts, nie in Rastplatztoiletten; das ist entlang der ganzen Landschaftsroute verboten.
5. Kilboghamn–Jektvik — über den Polarkreis
Die Fährfahrt, an die man sich erinnert. Rund eine Stunde fährt die Fähre nach Norden; unterwegs überqueren Sie den Polarkreis. Gehen Sie an Deck.
Wohnmobil-Tipp: Reservieren ist nicht möglich; besonders an Wochenenden und außerhalb des Sommers können mehrere Stunden zwischen Abfahrten liegen. Kommen Sie im Juli frühzeitig.
6. Svartisen — der Gletscher am Fjord
Nach zehn Minuten mit Ågskardet–Forøy öffnet sich Holandsfjorden. Gegenüber liegt Engabreen, ein Arm des Svartisen, der weit zum Fjord hinunterreicht. Vom Rastplatz Braset sehen Sie direkt hinüber.
Nicht verpassen: Das Schiff ab Holandsvika direkt nördlich von Braset über den Fjord und die Wanderung Richtung Gletscher. Es fährt gewöhnlich von Ende Mai bis September. Halten Sie mindestens 100 Meter Abstand zur Gletscherfront.
Wohnmobil-Tipp: Entsorgung in Holand. Hinter Svartistunnelen ist die Fv17 zwischen Glomfjord und Ørnes schmal und kurvig. Fahren Sie langsam.
7. Ureddplassen und Storvika — Architektur am offenen Meer
Nördlich von Ørnes folgen zwei besonders schöne Rastplätze. Ureddplassen hat eine breite Terrasse zum Meer. Hier steht das Denkmal für das U-Boot Uredd, das mit Besatzung und Linge-Agenten in Fugløyfjorden sank. An klaren Tagen sehen Sie Lofotveggen. Danach folgt Storvika mit langem Sandstrand unterhalb der Straße.
Nicht verpassen: Die Mitternachtssonne von Ureddplassen um das Johannisfest.
Wohnmobil-Tipp: Bei Storvika gibt es eine Tankstelle mit Entsorgungsstation.
8. Saltstraumen — der Mahlstrom
Saltstraumen ist ein Mahlstrom: Gezeitenwasser wird durch einen engen Sund gedrückt; die Oberfläche brodelt voller Wirbel. Zeiten der stärksten Strömung stehen auf visitbodo.com; kommen Sie eine halbe Stunde vorher. Am stärksten ist sie um Neu- und Vollmond. Fünf Kilometer weiter auf der Fv17 endet bei Godøystraumen die eigentliche Landschaftsroute.
Wohnmobil-Tipp: Parkplätze direkt an der Strömung. Pluscamp Saltstraumen Camping liegt einige Hundert Meter entfernt, mit Wohnmobilplätzen ohne Reservierung.
9. Bodø — das Ziel
Kystriksveien endet in Bodø; für viele beginnt hier Lofoten. Norsk Luftfartsmuseum lohnt ein paar Stunden.
Wohnmobil-Tipp: Die direkte Fähre Bodø–Moskenes dauert gut drei Stunden und ist die einzige Verbindung in Nordland mit reservierbaren Plätzen. Buchen Sie im Sommer früh auf torghatten.no; mit Reservierung müssen Sie spätestens 45 Minuten vor Abfahrt in der Schlange stehen.
Praktische Infos für Wohnmobile
Straßen: Die Fv17 ist ganzjährig offen. Höchster Punkt ist Sjonfjellet nördlich von Nesna, wo im Winter Kolonnenverkehr möglich ist. Die niedrigste ausgeschilderte Tunnelhöhe ist 4,0 Meter; die Straße erlaubt Gespanne bis 19,5 Meter (Straßendatenbank von Statens vegvesen). Prüfen Sie vor der Fahrt vegvesen.no/trafikk.
Parken: Die meisten Rastplätze bieten viel Platz, sind aber für Pausen gedacht. Parken Sie nie in Ausweichstellen.
Übernachten: Nutzen Sie möglichst Campingplätze. Wo Parken erlaubt ist, können Sie gewöhnlich im Wohnmobil schlafen; folgen Sie aber den Schildern — auf Rastplätzen meist höchstens ein Tag. In der Natur: mindestens 150 Meter von bewohnten Häusern, höchstens zwei Nächte am selben Ort ohne Zustimmung des Grundeigentümers, und nie ins Gelände fahren.
Campingplätze:
- Torghatten Camping — am Fuß von Torghatten, ganzjährig offen
- Offersøy Camping — zwischen Tjøtta und Sandnessjøen, April–September
- Topcamp Havblikk — mitten in Nesna
- Pluscamp Saltstraumen Camping — am Mahlstrom, 30 km von Bodø
Tanken: Tanken Sie vor den Fähren. In den meisten Orten gibt es Tankstellen, darunter Brønnøysund, Sandnessjøen, Nesna, Glomfjord und Ørnes.
Entsorgung: Nasjonale turistveger nennt Stationen in Brønnøysund, Sandnessjøen, Nesna, Hellåga, Øresvik, Holand und Storvika. Frischwasser auf Campingplätzen auffüllen; erwarten Sie nicht an jeder Entsorgungsstation Trinkwasser.
Fähren:
- Horn–Andalsvåg — ca. 20 Min. (Torghatten)
- Forvik–Tjøtta — ca. 1 Stunde (Boreal)
- Levang–Nesna — ca. 25 Min. (Torghatten)
- Kilboghamn–Jektvik — ca. 1 Stunde (Torghatten)
- Ågskardet–Forøy — ca. 10 Min. (Torghatten)
Keine ist reservierbar; im Juli sind Warteschlangen möglich. Fahrpläne auf reisnordland.no. Im Sommer zahlen Wohnmobile nach Länge. Fragen Sie nach AutoPASS-Transponder oder FerryPay — dann erhält der Eigentümer die Rechnung; vereinbaren Sie die Abrechnung. Sonst zahlen Sie an Bord mit Bankkarte; tun Sie das nicht, bekommt der Eigentümer eine Rechnung. Von Süden auf der Fv17 kommt Holm–Vennesund dazu; ab der E6 erreichen Sie Brønnøysund auf der Fv76 ohne Fähre.
Kombinieren mit
- Lofoten — Bodø–Moskenes bringt Sie nahe Reine und Å.
- Vesterålen und Andøya — durch Lofoten nordwärts und weiter nach Andenes.
- Saltfjellet und der Polarkreis — die Binnenstraße zwischen Mo i Rana und Bodø, auf der E6 über baumloses Fjell und an Saltstraumen vorbei.
- Kystriksveien durch Namdalen — der südliche Teil der Kystriksveien, von Steinkjer bis Holm. Mit der Fähre Holm–Vennesund und rund 50 km weiter sind Sie in Brønnøysund, wo diese Route beginnt.
Das Wetter
Die Sommer sind kühl: Das normale Julitagesmittel liegt in Brønnøysund und Bodø bei rund 14 Grad. In Bodø sind Mai bis Juli am trockensten; ab August regnet es mehr. Nehmen Sie einen warmen Pullover fürs Fährdeck mit. In Bodø dauert die Mitternachtssonne von Anfang Juni bis in den Juli. Prüfen Sie yr.no für Brønnøysund und Bodø.
Diese Route gehört zu Bobilveis handverlesenen Wohnmobilrouten in Norwegen. Alle Routen sind qualitätsgeprüft, mit Blick auf Wohnmobiltauglichkeit, Parkmöglichkeiten und Erlebnisse vor Ort.


